Der Stadtteil
Oststadt – Lage, Bebauung, Menschen
Die Oststadt entstand ab den 1870er Jahren als Erweiterung der Stadt nach Osten und blieb im Zweiten Weltkrieg vergleichsweise glimpflich davon. Deshalb steht hier noch weitgehend geschlossene Gründerzeitbebauung: vier- bis fünfgeschossige Mietshäuser mit Stuckfassaden, Vorder- und Hinterhäusern, Innenhöfen und Seitenflügeln. Die Hohenzollernstraße bildet die repräsentative Achse, zur Eilenriede hin wird es ruhiger und grüner. Die Nähe zum Hauptbahnhof, zur Lister Meile und zur Innenstadt macht den Stadtteil zu einer der begehrtesten Wohnlagen Hannovers – mit entsprechender Nachfrage und einer sehr gemischten Bewohnerschaft aus Studierenden, jungen Berufstätigen, Familien und langjährigen Mietern. Viele Wohnungen sind in den letzten zwanzig Jahren aufgeteilt und einzeln verkauft worden, was zu einer Besonderheit führt: In ein und demselben Haus finden sich häufig völlig unterschiedliche Türen und Schließsysteme, je nachdem, wann welche Wohnung zuletzt saniert wurde.
Bekannte Orte im Stadtteil: Lister Meile · Eilenriede · Hohenzollernstraße · Raschplatz · Sextrostraße · Berliner Allee
Schließtechnik vor Ort
Was in Oststadt tatsächlich verbaut ist
Der Altbaubestand bringt eine eigene Schließtechnik-Realität mit. Klassisch sind Einsteckschlösser mit Buntbart, in den meisten Wohnungen inzwischen ersetzt durch Profilzylinder – allerdings oft in der originalen Tür, mit angepasstem Schlosskasten. Diese Umbauten sind unterschiedlich sauber ausgeführt; manche sitzen millimetergenau, andere haben Spiel. Für die Öffnung ist das relevant, weil ein schlecht sitzender Zylinder anders reagiert als ein passgenauer. Hinzu kommen die Haustüren: In der Oststadt sind viele Hauseingänge zweiflügelig mit Oberlicht, oft mit elektrischem Türöffner und Gegensprechanlage aus verschiedenen Jahrzehnten. Und dann die Hinterhäuser – Seitenflügel und Quergebäude, die über den Innenhof erschlossen werden und nachts oft in völliger Dunkelheit liegen. Wer dort wohnt, sollte beim Anruf unbedingt dazusagen, dass die Wohnung im Hinterhaus liegt. Das erspart dem Monteur die Suche im falschen Aufgang.