Der Stadtteil
Calenberger Neustadt – Lage, Bebauung, Menschen
Die Calenberger Neustadt ist historisch die planmäßig angelegte Erweiterung Hannovers westlich der Leine aus dem 17. Jahrhundert. Vom barocken Bestand ist nach 1945 wenig geblieben, sichtbar noch an der Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis und an einzelnen Bürgerhäusern entlang der Calenberger Straße. Der überwiegende Teil der heutigen Bebauung stammt aus dem Wiederaufbau: viergeschossige Zeilenbauten mit begrünten Innenhöfen, dazwischen Verwaltungsgebäude des Landes Niedersachsen. Der Stadtteil ist damit eine ungewöhnliche Mischung aus dichtem Wohnquartier und Behördenviertel. Nach Feierabend leert sich der Verwaltungsteil vollständig, während das Wohnquartier um Rote Reihe und Am Marstall belebt bleibt. Die Bewohnerschaft ist gemischt: Landesbedienstete, ältere Menschen mit langen Mietverhältnissen, zunehmend junge Familien, die die kurze Distanz zur Innenstadt und zum Leineufer schätzen. Die Wege sind kurz – Kröpcke und Rathaus sind zu Fuß erreichbar.
Bekannte Orte im Stadtteil: Neustädter Kirche St. Johannis · Leibnizufer · Rote Reihe · Am Marstall · Leineschloss · Duve-Brücke
Schließtechnik vor Ort
Was in Calenberger Neustadt tatsächlich verbaut ist
Prägend sind Wohnungseingangstüren aus den fünfziger und sechziger Jahren: relativ leichte Türblätter in Holzzargen, ursprünglich mit einfachen Einsteckschlössern. Wo modernisiert wurde, sitzen heute Profilzylinder in genau diesen alten Türblättern – eine Kombination, bei der das Schloss deutlich mehr aushält als die Tür. Ein zerstörendes Öffnen ist hier besonders unklug, weil beim Aufbohren schnell auch die Zarge in Mitleidenschaft gezogen wird und aus einer Türöffnung eine Tischlerrechnung wird. In den Verwaltungsgebäuden und den größeren Wohnanlagen sind mechanische Schließanlagen die Regel, teils mit Bohr- und Ziehschutz. Häufig laufen zusätzlich Kellerabgänge, Fahrradräume und Müllstandorte über denselben Schlüssel. Bei einem Schlüsselverlust ist die Konsequenz spürbar: Nicht ein Zylinder ist betroffen, sondern die gesamte Schließhierarchie. Umso wichtiger ist es, den Verlust der Verwaltung sofort zu melden.