Der Stadtteil
List – Lage, Bebauung, Menschen
Die List ist einer der größten und bevölkerungsreichsten Stadtteile Hannovers und zugleich einer der beliebtesten. Sie erstreckt sich nordöstlich der Innenstadt entlang der Podbielskistraße, die als Hauptachse den Stadtteil durchzieht und ihn mit Vahrenwald und Bothfeld verbindet. Prägend ist die enge Verzahnung von dichter Wohnbebauung und Nahversorgung: Entlang der Podbielskistraße reihen sich Geschäfte, Handwerksbetriebe, Ärzte und Gastronomie, in den Nebenstraßen wird es sofort ruhig. Der westliche Teil um den Lister Platz ist urban und gründerzeitlich geprägt, nach Osten zur Eilenriede hin öffnet sich das Quartier mit größeren Blockrandbebauungen und Wohnhöfen aus den zwanziger Jahren. Die Bewohnerschaft ist ausgesprochen gemischt – Familien, ältere Menschen mit sehr langen Mietverhältnissen, Studierende, Berufstätige. Der Anteil an Eigentumswohnungen ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, ebenso das Mietniveau. Für uns bedeutet das eine hohe Anfragedichte über alle Einsatzarten hinweg.
Bekannte Orte im Stadtteil: Lister Platz · Podbielskistraße · Eilenriede · Lister Meile · Moltkeplatz · Vahrenwalder Park
Schließtechnik vor Ort
Was in List tatsächlich verbaut ist
Die List ist ein Querschnitt durch hundert Jahre Schließtechnik. In den Gründerzeithäusern um den Lister Platz finden sich Einsteckschlösser mit nachgerüsteten Profilzylindern, in den Zwanzigerjahre-Wohnhöfen die typischen soliden Türen der Genossenschaftsbauten, häufig inzwischen mit zentraler Schließanlage. Die Nachkriegszeilen entlang der Hauptachsen haben leichtere Türblätter mit einfacher Verriegelung – hier ist der Sicherheitsstandard oft am niedrigsten und der Nachrüstbedarf am größten. In den Neubauten der letzten Jahre trifft man dagegen auf Mehrfachverriegelungen, teils motorisch, dazu Zutrittssysteme mit Transponder oder Code. Diese modernen Anlagen sind sicherheitstechnisch gut, machen aber bei Stromausfall oder leerer Batterie eigene Probleme. Bei einer elektronischen Anlage ist der erste Schritt deshalb nie die Öffnung, sondern die Frage nach der Stromversorgung – nicht selten ist schlicht die Pufferbatterie leer.